Kritische Zwischenfälle im Gesundheitswesen
Jeden Tag ereignen sich im Krankenhaus und anderen Institutionen des Gesundheitswesens kritische Zwischenfälle oder Patientenschäden, die auf vermeidbare fehlerhafte Abläufe oder Entscheidungen zurückzuführen sind.
Ärzte, Pflegende und andere Berufsgruppen sind sich einig: Alle sollten aus gefährlichen Ereignissen lernen und sie dadurch künftig verhindern können. Aber wie?
Meldesysteme stellen das geeignete Instrument dar, um aus erkannten patienten- oder mitarbeitergefährdenden Ereignissen Konsequenzen ziehen zu können. Die kontinuierliche Bearbeitung von kritischen Zwischenfällen hilft die Häufigkeit von Ereignissen und Schäden künftig zu reduzieren.
St.Galler CIRS-Konzept®
Mit dem St.Galler CIRS-Konzept® wurden im Kantonsspital St.Gallen (Zentrumsspital 744 Betten), Spital Rorschach, Spital Flawil (Grundversorgerspitäler mit je ca. 80 Betten) ein anonymes Meldesystem erfolgreich eingeführt, das die systematische Analyse von kritischen Zwischenfällen ermöglicht. Mehr als 300 Verbesserungsmassnahmen wurden inzwischen umgesetzt. In 24 Meldekreisen sind alle medizinischen Disziplinen und Fachbereiche am anonymen Meldesystem beteiligt. Das Meldesystem für kritische Zwischenfälle ist so angelegt, dass die Mitarbeitenden Vertrauen ins Meldesystem fassen und eine interdisziplinäre Fehlerkultur unterstützt wird. Juristische Bedenken der Meldenden und Ängste von persönlicher Imagebeeinträchtigung werden im St.Galler CIRS-Konzept® durch die alleinige Erfassung von kritischen Zwischenfällen ohne Schäden berücksichtigt.
Erfahren Sie mehr zum St.Galler-CIRS Konzept aus unseren Veröffentlichungen oder Fachbüchern in den erschienen Fachbüchern.